Weißbüscheläffchen

 

 

   

Weißbüscheläffchen 

(Callithrix Jacchus)

 


  

Ursprünglich stammen die Weissbüscheläffchen aus dem Nordosten Brasiliens. Sie wurden zu Tausenden gefangen und in die ganze Welt exportiert. Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume sind die Äffchen zu Kulturfolgern geworden. Sie wollen überleben!! Aus den einst üppigen Urwäldern sind sie in die Städte gezogen mit all den Vor- und Nachteilen für ihre Art. In all dem Gestank und Dreck werden sie wohl nicht lange überleben. Heute leben sie sogar in Grosstädten wie Rio. In Plantagen und Parks sind sie anzutreffen. Weissbüscheläffchen sind Allesfresser. In Grosstädten und Parks werden sie mit allen möglichen und unmöglichen Dingen wie Pommes-Frites, Brot, Würsten und Abfällen gefüttert. Diese völlig falsche Ernährung hat fatale Folgen für die Spezies. Es ist nur eine Frage der Zeit und sie sind in freier Wildbahn nicht mehr anzutreffen. Auch falsche Tierliebe und Unwissen tragen dazu bei, diese Tierart zu dezimieren.

 


Ursprünglich sind Weißbüscheläffchen reine Waldtiere, die in der oberen Region der Baumwipfel leben und fast nie auf den Boden kommen. Durch die Zerstörung der einst üppigen Urwälder, sind sie gezwungen worden, sich bis in Großstädte vorzuwagen. Sie leben dort auf Plantagen oder in Parks.

Beschreibung

Der Weißbüschelaffe ist wohl die bekannteste
Krallenaffenart. Die Ohren sind von einem Kranz steifer Haare büschelartig in weißer - grauer Tönung umrahmt. Das Fell ist goldbraungrau gefleckt und der Schwanz ist in derselben Art. Der Scheitel ist schwarz mit einem weißen Stirnfleck. Ausgewachsene Tiere werden zwischen 20 und 30 cm groß, der Schwanz wird zwischen 29-35 cm lang bei einem Körpergewicht zwischen 300 und 700 Gramm.
Der Weißbüschelaffe lebt in Gruppen von 2 bis 20 Tieren zusammen. Die Gruppen werden jeweils von einem Männchen und einem gleichrangig gestellten Weibchen geführt. Innerhalb der Gruppe bilden sich zwei, je nach Geschlecht getrennte Rangordnungen aus. Die jeweilige Ranghöhe wird mittels Beißkämpfen oder Drohaktionen untereinander festgelegt und stabil gehalten. Dazu zählen auch diverse Imponiergesten wie Zähnedrohen, Ohrenklappen, Körperaufrichtung zum Katzenbuckel und nicht zuletzt die Markierung bestimmter Stellen mit dem Duftsekret der Geschlechtsdrüsen.
Weißbüschelaffen sind tagaktive Tiere. Sie bewegen sich fort, indem sie wie ein Eichhörnchen schnell und geschickt von Ast zu Ast springen. Nachts schlafen sie zusammengerollt in Baumhöhlen. Wie bei den
meisten Affenarten so spielt auch bei den Weißbüschelaffen die gegenseitige Fellpflege eine wichtige Rolle zur Sicherung der sozialen Beziehung innerhalb der Gruppe. Hierbei werden Hautschuppen, Parasiten und Fremdkörper abgeleckt oder mit den Fingern entfernt. Teilweise geht die gegenseitige Fellpflege auch dem Paarungsritual voraus. Eine Gruppe Weißbüschelaffen besteht aus den beiden Elterntieren sowie deren Jungen. Für Nachwuchs jedoch sorgen nur die beiden Elterntiere. Die Jungen werden dahingehend unterdrückt, dass sich deren Hormonproduktion nicht weiter ausbildet*. Die Schwangerschaft der Krallenäffchen schwankt zwischen 140 bis 146 Tagen, wobei zwischen den einzelnen Geburten zumeist nur 151 bis 156 Tage liegen. Einige Wochen vor der Geburt sieht man einen deutlich verdickten Bauch beim Muttertier. Zwillingsgeburten sind bei den Weißbüschelaffen der Regelfall. Bei Drillingsgeburten wird in der Regel das schwächste Junge nach etwa einer Woche eingehen, da die Aufzucht der Weißbüschelaffen auf zwei Tiere ausgelegt ist. Die Geburt selbst dauert insgesamt ca. 1 Stunde und findet nachts statt. Der Abstand zwischen den Jungen liegt bei der Geburt ca. 2 bis 10 Minuten auseinander. Die Nachgeburt folgt ca. 30 Minuten nach der Geburt des letzten Jungen und wird von den restlichen Mitgliedern der Gruppe gefressen.
Die Jungtiere werden hauptsächlich vom Vater, aber auch von den anderen Mitgliedern der Gruppe versorgt und getragen. Nur zum
Stillen werden die Tiere zur Mutter zurückgebracht. Nach etwa 30 Tagen erfolgt die Aufnahme von fester Nahrung. Gesäugt werden die Jungtiere ungefähr bis sie 100 Tage alt sind. Nach etwa 6 Monaten, kurz bevor die neuen Jungen geboren werden, werden die Babys von der Mutter entwöhnt. Bei der nächsten Geburt erlernen sie schon selbst die Jungenaufzucht. Nach ca. 15 bis 18 Monaten sind sie geschlechtsreif.
Weißbüschelaffen ernähren sich in der Natur überwiegend von Baumsäften , Insekten, Spinnen, Früchten, Blüten, Nektar, kleinen Echsen, Vogeleiern und kleinen Fröschen.

*Bemerkung
Dies hat zur Folge, wenn ein Elterntier stirbt, daß die Gruppe keinen Nachwuchs mehr bekommt.

  

 


Mogli

 

Geb.14.08.2006

  

 

 

In der Ausenvoliere

  

 

 

Joi

Geb.16.10.2006

 

Juli 2007

 

 

 

 

Joi und Mogli April 2008

  

Jede Familie hat einen Platz von 7 qm

  

 

Ich möchte mit dieser Homepage etwas dazu beitragen, diese kleinen Wesen besser zu verstehen und ihnen ein anständiges und würdiges Leben zu ermöglichen. Es darf nicht sein, dass wieder eine Tierart einfach so verschwindet. Sie haben das gleiche Recht zu leben wie wir Menschen. Die strengen Vorschriften des Veterinär-amtes haben dazu beigetragen, dass solche Tiere nicht mehr in falsche Hände geraten können. Artgerechte Haltung hat oberste Priorität. So sollte es möglich sein, diese neugierigen, quirligen und liebenswerten Kobolde der Nachwelt zu erhalten.

 

 

 

 

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