Griechische Landschildkröten

 

Testudo hermanni, Griechische Landschildkröte

 

 

 

 

 

 

 

 

Allgemeine Beschreibung: 

Testudo hermanni ist eine der am meisten anzutreffenden Schildkröten und auch wahrscheinlich die meist gezüchtete Art der Landschildkröten.

 

 

 

Herkunft: Griechenland und Balkanländer und hier wird unterschieden zwischen:

 

 

 

 

 

Ostrasse:

Testudo hermanni boettgerie
Ex-Jugoslawien, Albanien Griechenland, Rumänien,  Bulgarien, westl. Türkei


Westrasse:

Testudo hermanni hermanni
Spanien, Frankreich, Italien, Sardinien, Mallorca, Korsika

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Äussere Merkmale:

Die Farben Des Panzers sind je nach Alter verschieden, von goldgelb-Schwarz bis graubraun/gelb-Schwarz.
Grosse, nagelartige Schuppen an der Spitze Des Schwanzes (Schwanzendnagel).
Keine spornartigen Höckerschuppen an den Oberschenkeln.
Färbung, Panzerform und geteiltes bzw. Nicht geteiltes Schwanzschild besitzen keine Aussagekraft.
Diese Schildkröte besitzt keine Zähne. Die Tiere besitzen scharfe Hornschneiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verhalten: Die Griechische Landschildkröte ist tagaktiv, klettert und gräbt sehr gerne, ist sehr beweglich und laufend am fressen!

 

 

 

Haltung: Können in Gruppen gehalten werden. Das Halten von mehreren Männchen und Weibchen stellt kein Problem Dar.

 

 

 

Temperatur: Tagestemperaturen: bis 26°C Nachts nicht unter 10°C. Unter einer Wärmelampe bis zu 45° C.

 

 

 

 

Nahrung

Die beste Nahrungsgrundlage bildet eine natürliche Magerwiese auf trockenem Standort mit zahlreichen Kräuter- und Gräserarten. Somit erübrigt sich die viel diskutierte Zugabe von Vitaminen und Nahrungszusätze. Denn die Natur hält hier alles bereit was die Schildkröte braucht. Wichtig für die Gesunderhaltung ist die Zugabe von Kalzium (im Tierhandel erhältlich). 

 

Nahrungsgrundlage:

 

 

 

 

Das beste Futter, das den europäischen Landschildkröten (sowohl für erwachsene als auch für junge Tiere) geboten werden kann, besteht aus möglichst zahlreichen Gräsern. Ungedüngte Wiesen aus unserer Klimaregion sind durchaus geeignet. Weiter ist für die Gesundheit genügend Zufuhr von Kalzium in Form von Kalkpulver (erhältlich im Tierhandel), Eierschalen, vertrocknete Knochen oder unbehandelte Sepiaschalen wichtig.   

 

 

 

 

Fütterung:

Das Futter für Schildkröten sollte so abwechslungsreich wie möglich  gestaltet werden.

Heu, Endiviensalat, Romansalat, Eissalat, Feldsalat, Radichiosalat, Friseesalat, Ruccola, Gartenkresse, Basilikum, Zucchini, Karotten, Löwenzahn, Brombeerblätter, Erdbeerblätter, Gänseblümchen, Thymian, Hibiskus, Huflattich.

Kein Obst - wenig oder kein Klee.

·                                 Empfohlene Lebensmittel zur Winterfütterung: Löwenzahn,  Brunnenkresse, Endivien, Eisbergsalat, Karotten, Brennessel
 

·                                 Füttern sie abwechslungsreich, faserstoffreich und mit den nötigen Mineralien und Vitaminen

Hier empfehle ich als Mineral- und Vitaminzusatz: KORVIMIN - das beim Tierarzt erhältlich ist.

Kalkzusätze erhalten Sie in jeder Zoohandlung.

 

·                                 Der Gesundheit nicht förderlich sind normale Kopfsalate, Bananen, Tomaten und  Früchte. Deshalb sollte dieses Futter den Schildkröten nicht angeboten werden.
 

 

 

 

Terrarium:

Geräumiges Terrarium ist Voraussetzung für die Zimmerhaltung. Terrarium für eine Gruppe von 3 Tieren 180x80x80 (LxBxH) für Jungtiere etwa 100x60x80 (LxBxH). Als Bodengrund wird eine lehmhaltige Erde bevorzugt.
Die Tiere sollten immer leicht feuchte Stellen zur Verfügung haben in die sie sich gerne eingraben.
Eine lokale Wärmequelle ist wichtig unter der sich die Tiere je nach Bedarf aufwärmen um ihre Körpertemperatur zu regeln. Wichtig: UV-B Lampe!!
(siehe Rubrik: Beleuchtung)

Oder eine Freilandanlage mit kleinem Unterschlupf, die Umzäunung sollte auch mindestens 50-80 cm unter der Erde sein DA sich die Schildkröten gerne herausgraben. Wichtig ist auch ein Lehmhügel, der als Eiablageplatz benutzt werden kann.
 

 

 

 

 

  

Zucht: 

Testudo hermanni ist mit 5-8 Jahren Geschlechtsreif. Zur erfolgreichen Zucht sollte eine Winterruhe eingehalten werden. Eiablagen erfolgen von Juni bis August. Es werden pro Weibchen 2-8 Eier abgelegt es können aber auch bis 15 Eier sein. Die werden dann ausgegraben und an der Oberseite mit einem Stift markiert und dürfen nicht gedreht werden! Erst dann werden sie in den Brutapparat überführt.

 

 

 

 

Die Aufzucht von Jungtieren:


Jungtiere haben in der Freien Wildbahn mehr Feinde, als ältere Tiere, deshalb verstecken sie sich. Dadurch bevorzugen sie es, sich in leicht feuchtem Humus, Blättern oder Streu einzugraben. Sie setzen sich der Sonne jeweils nur für kurze Zeit aus, um der Gefahr der Überhitzung und Austrocknung zu entgehen. Neben pflanzlicher Nahrung nehmen sie in stärkerem Masse tierische Nahrung zu sich als ihre großen Artgenossen. In der Natur suchen sie sich tote Insekten.

Für eine erfolgreiche Aufzucht in Gefangenschaft gibt es einiges zu berücksichtigen:
Im ersten Jahr, sollen die Tiere sicher  in einem Terrarium gehalten werden.
Die ”Kleinen” dürfen auch nicht zu trocken und auch nicht zu warm gehalten werden. Ein Gemisch aus humusreicher Erde, vermischt mit Sand (hier gibt’s im Fachhandel sogen. Aussaaterde - wichtig ohne Düngung) kommt den natürlichen Begebenheiten am nächsten.
Dieser Bodengrund wird durch besprühen mit Wasser immer leicht feucht gehalten.
In einem Abstand von ca. 30cm zum Untergrund bringt man einen 60 Watt-Strahler als Wärmequelle an, den die Tiere dann je nach Bedarf aufsuchen.
Die Ausleuchtung ist die vorhandene Terrarien- oder Aquarienbeleuchtung. Zweimal täglich für ca. 20 Minuten empfiehlt sich dann die zusätzliche Ausleuchtung mit der im Handel erhältlichen UV-B Lampe für Terrarientiere.

Mit getrockneten Insekten kann man die bei Jungtieren wichtige kalziumreiche Nahrung erreichen.
Ein- bis zweimal wöchentlich erhalten die Jungtiere ein Bad, damit genügend Wasser aufgenommen werden kann. Ab und zu ein paar Vitamintropfen ins Bad.
Direktes Sonnenlicht ist für ein gesundes Wachstum wichtig. Hier kann mann öfters am Tag die Tiere für ca. 15-30 Minuten verweilen lassen.

Es ist ein normales Verhalten von Jungtieren, wenn sie sich zeitweise völlig eingraben. Sowohl am Tage, wie auch in der Nacht.
Wenn die Tiere ruhelos umherwandern ist das nicht unbedingt ein gutes Zeichen, sondern weist u.U. auf eine falsche Haltung oder gar Fütterung hin.
Eine artgerechte Aufzucht wird durch rasches Wachstum und einen glatten, hochgewölbten Panzer belohnt.
Im 2. Lebensjahr sollten die “Kleinen” dann auch unbedingt im Freigehege gehalten werden. Hier ist unbedingt zu beachten, dass es auch bei uns “natürliche Feinde” gibt (Katzen, Hunde, Marder, Elstern, Krähen).
Ab diesem Zeitpunkt kann man dann die Fütterung im Laufe der nächsten 3-5 Jahren an die der “Grossen” anpassen (siehe Thema: Fütterung).I

 

 

Inkubation:

Inkubationstemperatur: 26-28°C Zeitigungsdauer: 60-85 Tage in Sand zeitigen.

 

 

 

 

 

 

 

Ein sehr wichtiges Thema zur Pflege und Haltung ist die geeignete Beleuchtung für Schildkröten.

  

 

In der Natur ist die Sonne die natürliche Licht- und Wärmequelle. In unseren Breiten, bei der Haltung in einem Terrarium, müssen wir versuchen mit Hilfe von technischen Mitteln das heimatliche Klima der Schildkröten mit dem richtigen Licht und den richtigen Temperaturen nachzubilden.

In vielen Zoohandlungen werden fälschlicherweise gerne UV-Röhren verkauft. Diese sind trotz der Versprechungen von Verkäufern und Inhaltsbeschreibungen - völlig ungeeignet, weil sie innerhalb kürzester Zeit einen Grossteil ihrer notwendigen UV-Abgabe verlieren.

Die richtige Beleuchtung für Schildkröten, um sie mit der lebensnotwendigen UV-B-Bestrahlung zu versorgen, sind ausschliesslich nur sogenannte HQI und HQL Lampen. Diese zusammen mit einer Osram Vitalux 300 Lampe bieten die besten Vorraussetzungen.

 

 

 

 

 

HQI-Lampen werden im Terrarium als Ganztagsbeleuchtung eingesetzt. Sie geben neben der UV-B-Strahlung ein sehr helles Licht ab, wie es den natürlichen Bedingungen der Schildkröte am nächsten kommt.

Bei dieser Lampe ist ein Vorschaltgerät erforderlich. Im Handel bekommt man auch fertige Lampen mit eingebautem Vorschaltgerät.

 

 

 

 

HQL-Lampen werden ebenfalls wie die HQI-Lampe als Ganztagsbeleuchtung eingesetzt. Im Vergleich zur oben erwähnten HQI-Lampe ist die Abgabe an UV-B deutlich geringer.

Auch hier ist ein Vorschaltgerät erforderlich oder eben die Lampe komplett mit eingebautem Vorschaltgerät.

 

 

 

 

 

Die Osram-Vita-Lux 300-Lampe sollte man wegen der hohen UV-B-Abgabe nur minutenweise einsetzten.  Der Abstand zum Tier sollte mindestens 100 cm betragen und auch nicht höher wie 150 cm sein.
Diese Lampe eignet sich am besten für ein “Großraumterrarium” und wird dort auch nur sehr sparsam eingesetzt

 

Viele Schildkrötenliebhaber setzten die Osram-Vita-Lux- Lampe nur bei Jungtieren und zur Therapie bei kranken Tieren ein.

 

 

 


Das sind unsere 6 Griechischen

Landschildkröten,Testudo hermanni

  

Cleopatra

Geb. 1975   

      

 

Kira

 

Geb. Juli 2003

 

 

Hermann

  

                                                Geb. Juli 2003

  

 

Olga 

  Geb. Mai 2002

   

 

Leonie

Geb. Mai 2002

 

  

Dino 

  

Geb. 1998 

 

  

 

Meine ersten Erfolge !!!  2006

  

 

Am 04.06.2006 habe ich die ersten Schildkröteneier gefunden

 

 

 

So jetzt werden die Eier ausgebrütet, jetzt heißt es warten  

 

   

Im August 2006 sind die ersten Schildkrötenbabys geschlüpft !!!

 

 

2007

 

Das sind unsere 4 Griechen-Babys vom Juni 2007

 

Sie haben ein gutes zu Hause gefunden

  

 

 

 

 Bilder in der Freianlage

  

  

Hier sieht man sie alle zusammen im Frühbeet

 

 

Am Abend gehen sie ganz alleine in ihr Frühbeet

 

 

  

Olga beim baden

 

 

Olga im Frühbeet

 

 

Cleopatra unser ganzer Stolz, sie ist schon über 30 Jahre

 

 

 

 Zeus und Leonie

  

 

Verfolgungsjagd

 

 

 

 

 

 

 

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