Breitrandschildkröten

 

Testudo marginata, Breitrandschildkröte

 

 

Unsere Breitränder beim fressen  im Freiland

 

 

 

 

Grösse:

bis über 35 cm und ein Gewicht bis zu 5 kg. (Grösste der 5 Testudoarten)

 

 

Verbreitung:

Südalbanien, Südgriechenland und angesiedelt in Italien (Tombola/Livorno/Sardinien)

 

 
 

 

 

 

Beschreibung: Testudo marginata,

Ist nicht nur die größte, sondern wohl auch eine der schönsten Landschildkröten in Europa.

Ihr Rückenpanzer hat eine längliche Form und ist dabei kuppelartig gewölbt. Die Flanken fallen steil AB und die hinteren Randschilder sind stark erweitert, nach oben gebogen und gezähnt.

Der Kopf und die Gliedmaßen sind bei älteren Tieren dann dunkelbraun bis Schwarz. Jungtiere haben zunächst eine hellere Färbung.

Jungtiere und auch Halbwüchsige erinnern erstmal an Griechische oder Maurische Landschildkröten.

Breitrandschildkröten haben ein ungeteiltes Schwanzschild und am Schwanz keinen hornigen Endnagel. Der Schwanz Des Männchens ist Beinahne dreimal so lang wie der Des Weibchens.

 

Lebensraum:

Testudo marginata bewohnt unterschiedliche Trockenhabitate.
Hier bevorzugt sie hügelige Buschlandschaften. Man findet sie auch in Gebirgen bis zu einer Höhe von 1600 m ü.d.M. Und dort mit einer Vorliebe für steinigen Boden.


Im Frühjahr zieht es die Tiere wegen Des besseren Futterangebotes in tiefere Regionen. Dort bevorzugen sie dann auch die besseren Nistmöglichkeiten.

 

 

Haltung: 

Man sollte sie Paarweise oder in Gruppen mit mehreren Männchen und Weibchen halten.

Sie benötigen wie alle Schildkröten viel UV-B -Licht und sollten über den Sommer unbedingt in einem Freilandgehege gehalten werden. Ganz wichtig sind auch Beigaben von Vitaminen und Mineralstoffen (Kalk) die man ganz einfach unter das Futter mischt (Vitaminbeigaben sind nicht notwendig bei der richtigen Freilandhaltung  - Kalkmineralien jedoch immer anbieten).

 

 



Die Breitrandschildkröte ist besonders Wärmeliebend, deshalb sollte ein beheiztes Häuschen im Freigehege zur Verfügung stehen.

Um dem Bewegungsdrang dieser Tiere gerecht zu werden sollte ihnen eine recht geräumige Anlage geboten werden.

Die Tiere Baden sehr gerne, deshalb sollte immer eine flache, ausreichend große Wasserschale mit immer frischem Wasser vorhanden sein.

Ansonsten ist sie relativ unempfindlich und kann deshalb einen Freilandaufenthalt vom Früh- bis in den Spätsommer bei uns geniessen.

Die Terrarienhaltung (für die Übergangszeiten) ist ähnlich der der griechischen Landschildkröte.
Terrarium: Geräumiges Terrarium ist Voraussetzung für die Zimmerhaltung. Terrarium für eine Gruppe von 3 Tieren muss mindest. 180x80x80 aufweisen. Hier gilt natürlich: Je grösser, desto besser. Als Bodengrund wird eine lehmhaltige Erde bevorzugt.

Die Tiere sollten immer leicht feuchte Stellen an einer Stelle im Terrarium zur Verfügung haben in die sie sich gerne eingraben (nicht das ganze Terrarium feucht halten).

Eine lokale Wärmequelle ist wichtig unter der sich die Tiere je nach Bedarf aufwärmen um ihre Körpertemperatur zu regeln. Wichtig: UV-B Lampe!

Die Überwinterung erfolgt dann von Mitte November bis Ende März.
 

 

 

 

Ein sehr wichtiges Thema zur Pflege und Haltung ist die geeignete Beleuchtung für Schildkröten.

 

In der Natur ist die Sonne die natürliche Licht- und Wärmequelle. In unseren Breiten, bei der Haltung in einem Terrarium, müssen wir versuchen mit Hilfe von technischen Mitteln das heimatliche Klima der Schildkröten mit dem richtigen Licht und den richtigen Temperaturen nachzubilden.

In vielen Zoohandlungen werden fälschlicherweise gerne UV-Röhren verkauft. Diese sind trotz der Versprechungen von Verkäufern und Inhaltsbeschreibungen - völlig ungeeignet, weil sie innerhalb kürzester Zeit einen Grossteil ihrer notwendigen UV-Abgabe verlieren.

Die richtige Beleuchtung für Schildkröten, um sie mit der lebensnotwendigen UV-B-Bestrahlung zu versorgen, sind ausschliesslich nur sogenannte HQI und HQL Lampen. Diese zusammen mit einer Osram Vitalux 300 Lampe bieten die besten Vorraussetzungen.

 

HQI-Lampen werden im Terrarium als Ganztagsbeleuchtung eingesetzt. Sie geben neben der UV-B-Strahlung ein sehr helles Licht ab, wie es den natürlichen Bedingungen der Schildkröte am nächsten kommt.

Bei dieser Lampe ist ein Vorschaltgerät erforderlich. Im Handel bekommt man auch fertige Lampen mit eingebautem Vorschaltgerät.

 

HQL-Lampen werden ebenfalls wie die HQI-Lampe als Ganztagsbeleuchtung eingesetzt. Im Vergleich zur oben erwähnten HQI-Lampe ist die Abgabe an UV-B deutlich geringer.

Auch hier ist ein Vorschaltgerät erforderlich oder eben die Lampe komplett mit eingebautem Vorschaltgerät.

   

 

  

Das Beste ist immer noch das Sonnenlicht !!! 

 

 

 



Viele Schildkrötenliebhaber setzten die Osram-Vita-Lux- Lampe nur bei Jungtieren und zur Therapie bei kranken Tieren ein.
 

 

 Die Osram-Vita-Lux 300-Lampe sollte man wegen der hohen UV-B-Abgabe nur minutenweise einsetzten.  Der Abstand zum Tier sollte mindestens 100 cm betragen und auch nicht höher wie 150 cm sein.
Diese Lampe eignet sich am besten für ein “Großraumterrarium” und wird dort auch nur sehr sparsam eingesetzt

 
 
 

 

 

 

Temperatur: 

Tagestemperaturen: bis 26°C Nachts bis 10°C

 

 

 

  

Nahrungsgrundlage:

Die beste Nahrungsgrundlage bildet eine natürliche Magerwiese auf trockenem Standort mit zahlreichen Kräuter- und Gräserarten.

Hier erübrigt sich dann die viel diskutierte Zugabe von Vitaminen und Nahrungszusätze. Denn die Natur hält hier alles bereit was die Schildkröte braucht. Wichtig für die Gesunderhaltung ist die Zugabe von Kalzium (im Tierhandel erhältlich).

Das beste Futter, das den europäischen Landschildkröten (sowohl für erwachsene als auch für junge Tiere) geboten werden kann, besteht aus möglichst zahlreichen Gräsern. Ungedüngte Wiesen aus unserer Klimaregion sind durchaus geeignet.

 

 

Fütterung:


Das Futter für Schildkröten sollte so abwechslungsreich wie möglich  gestaltet werden.

Heu, Endiviensalat, Romansalat, Eissalat, Feldsalat, Radichiosalat, Friseesalat, Ruccola, Gartenkresse, Basilikum, Zucchini, Karotten, Löwenzahn, Brombeerblätter, Erdbeerblätter, Gänseblümchen, Thymian, Hibiskus, Huflattich.

Kein Obst - wenig oder kein Klee.

  • Empfohlene Lebensmittel zur Winterfütterung: Löwenzahn,  Brunnenkresse, Endivien, Eisbergsalat, Karotten, Brennessel
     
  • Füttern sie abwechslungsreich, faserstoffreich und mit den nötigen Mineralien und Vitaminen

    Hier empfehle ich als Mineral- und Vitaminzusatz: KORVIMIN - das beim Tierarzt erhältlich ist.

    Kalkzusätze erhalten Sie in jeder Zoohandlung.
     
  • Der Gesundheit nicht förderlich sind normale Kopfsalate, Bananen, Tomaten und Früchte. Deshalb sollte dieses Futter den Schildkröten nicht angeboten werden.

 

 

 

 

  

   

 Unsere Breitrandschildkröten

beim Sonnenbaden

 

      

,,Schildi-Waschanlage,,

 

 

 

 

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